Hikashu

Songs: 2Anime overview: 1
Description
Hikashu ist eine japanische experimentelle Musikgruppe, die 1978 gegründet wurde. Die Band ist für einen avantgardistischen Ansatz bekannt, der Rock, New Wave, Free Jazz, Techno-Pop und improvisiertes Theater miteinander verbindet. Die Gruppe wurde ursprünglich von den Musikern Makoto Inoue und Yasushi Yamashita gegründet, zu denen später der Sänger und Multiinstrumentalist Koichi Makigami und der Gitarrist Mita Freeman stießen. Über die Jahrzehnte hinweg hat Hikashu eine Kernidentität bewahrt, die auf Spontaneität und Eklektizismus basiert, wobei Makigamis unverwechselbarer pseudo-Kabuki-Gesangsstil und seine theatralische Bühnenpräsenz ein bestimmendes Merkmal sind.

Die Verbindung der Band zum Anime ist am prominentesten durch ihre Arbeit an der Original Video Animation (OVA)-Serie Super Dimension Century Orguss 02 dokumentiert, die zwischen 1993 und 1995 veröffentlicht wurde. Hikashu führte sowohl den Opening- als auch den Ending-Song für die ersten vier Episoden der Serie auf. Der Opening-Song ist Fushigi wo Mitsumete und der Ending-Song ist Black Box. Im Jahr 1993 veröffentlichte die Gruppe den Super Dimension Century Orguss 02 Original Soundtrack, der diese Gesangsstücke zusammen mit der instrumentalen Partitur und der Hintergrundmusik, die die Band für den Anime komponiert und aufgeführt hat, zusammenfasst.

Koichi Makigami ist der Leadsänger, Kornettist und Thereminspieler von Hikashu. Er ist für seine experimentellen Gesangstechniken bekannt, darunter tuwinischer Kehlkopfgesang. Mita Freeman ist eine konstante Präsenz an der Gitarre. Die Besetzung der Band hat sich weiterentwickelt und umfasst Masami Sakaide am Bass, Kazuto Shimizu am Piano und Bassklarinette sowie Masaharu Sato am Schlagzeug. Zu früheren Mitwirkenden gehörten der Keyboarder Makoto Inoue, der Schlagzeuger Yasushi Yamashita und der Turntablist Otomo Yoshihide.

Neben ihrer Arbeit im Anime-Bereich hat Hikashu zahlreiche Alben über Jahrzehnte hinweg veröffentlicht, darunter frühe Werke wie Hikashu (1978), Natsu (1980) und Uwasa no Jinrui (1981). Spätere Alben sind Ten Ten (2006), Ikirukoto (2008) und LA LA WHAT (2021). Die Band war in der späten 1970er Jahre in der japanischen Techno-Pop-Szene aktiv und wurde oft mit Gruppen wie P-Model und Plastics in eine Reihe gestellt. Sie haben sich seither einem stilübergreifenden Ansatz zugewandt, der Improvisation und theatralische Darbietung priorisiert. Hikashu hat auch kommerzielle Musik beigesteuert und mit internationalen Avantgarde-Künstlern wie John Zorn zusammengearbeitet, der Makigamis Soloalbum Koroshi no Blues auf dem Label Tzadik produzierte. Ihre Bedeutung für die Branche liegt in ihrer langjährigen Weigerung, sich kommerziellen Pop-Strukturen anzupassen, stattdessen pflegen sie eine unabhängige, eigenständige künstlerische Praxis, die Musik mit Performance-Kunst verschmilzt.
Songs
  • Black Box (ブラックボックス)
    : 1
  • Fushigi wo Mitsumete (不思議を見つめて)
    : 1